Information

Ende der Spielzeit 2025/2026 am DSTT

Das Deutsche Staatstheater Temeswar (DSTT) schließt die Spielzeit 2025/2026 ab. Diese zeichnete sich durch künstlerische Vielfalt, Bildungsprojekte, internationale Zusammenarbeit und eine konstante Präsenz im kulturellen Leben der Stadt und der Region aus.

Ein zentraler Bestandteil der Spielzeit waren die sechs Premieren, wobei das Theater eine Vielfalt an Aufführungen präsentierte: die Rumänien-Erstaufführung von „Penthesilea. Ein Requiem“ von Nino Haratischwili inszeniert von Eberhard Köhler, die anlässlich des 55-jährigen Bühnenjubiläums der Schauspielerin Ida Jarcsek-Gaza stattfand, das Kinderstück „Heidi“ nach Johanna Spyri inszeniert Regie von Petra Rațiu, das Musical „Sister Act“ in der Inszeniertung von Răzvan Mazilu sowie die Stücke der zeitgenössischen deutschen Dramatik, die im Rahmen des Projekts „Drama Nights“ aufgeführt wurden, nach einem Konzept und unter der Koordination von Irisz Kovacs und Clemens Bechtel, die Bühnenadaption des Romans „Der Zauberberg“ von Thomas Mann unter der Regie von Clemens Bechtel sowie das Lustspiel „Die Liebe Geld“ von Daniel Glattauer unter der Regie von Irisz Kovacs.

Das Theater setzte auch seinen pädagogischen Auftrag und sein Engagement für die Heranbildung neuer Generationen von Zuschauern und Künstlern fort und organisierte gemeinsam mit dem Theoretischen Gymnasium „Nikolaus Lenau“ das 24. Internationale Deutschsprachige Schul- und Jugendtheaterfestival, das vom 6. bis 10. April 2026 Theatergruppen aus Rumänien, Serbien, Kroatien und Deutschland zusammenbrachte, sowie das lange NiL-Theaterwochenende, das vom 24. bis 26. April 2026 stattfand und das 30-jährige Bestehen der „NiL“-Theatergruppen feierte.

Im September 2025 wurde die Vorstellung „Sidy Thal“ von Thomas Perle und Clemens Bechtel, eine Koproduktion des Deutschen Staatstheaters Temeswar und des Jüdischen Staatstheaters Bukarest, im Theaterhaus Stuttgart in Deutschland aufgeführt. Das Projekt wurde mit Unterstützung des Rumänischen Kulturinstituts realisiert. Zudem festigte das DSTT seine internationalen Kulturpartnerschaften durch die Ausrichtung von zwei Aufführungen Badischen Landesbühne in Bruchsal (Deutschland) im Januar 2026: „else (someone)“ von Carina Sophie Eberle nach Arthur Schnitzler und „JEDER*MANN“ nach Hugo von Hofmannsthal. Die Aufführung „Heidi“ wurde in Arad und Reschitz präsentiert, und „Tschick“ wurde in Reschitz aufgeführt, womit das Theater zur Stärkung der Beziehungen zum Publikum in der Region beitrug.

Zu Beginn der Spielzeit 2025/2026 schloss das DSTT das Bildungsprojekt „Impuls Theater“ erfolgreich ab, das im Kreis Temesch durchgeführt wurde und zum Ziel hatte, Schülern das Theater näherzubringen. Durch Tätigkeiten, die in Zusammenarbeit mit Bildungseinrichtungen durchgeführt wurden, bot das Projekt jungen Menschen die Möglichkeit, das Theater als Ort der Kreativität, des Dialogs und des persönlichen Ausdrucks zu entdecken. Das Projekt wurde vom Kreisrat Temesch im Rahmen des Programms „TimCultura 2025“ kofinanziert.

Gleichzeitig führt das DSTT ab März 2026 das Projekt „Theater im Dialog“ durch, das von der Verwaltung des Nationalen Kulturfonds (AFCN) mitfinanziert wird und dessen Ziel es ist, Instrumente der Kulturvermittlung zu entwickeln und das Theatererlebnis durch Workshops, Begegnungen und Diskussionsrunden zu vertiefen, die rund um die Produktionen des Repertoires organisiert werden. Die Aktivitäten haben das Engagement der Teilnehmer gefördert und zur Entwicklung von Interpretations-, Kommunikations- und kritischem Denkvermögen bei Schülern und Lehrern beigetragen.

In Zusammenarbeit mit der Deutschen Bühne Ungarn in Szekszárd und der deutschen Abteilung des Nationaltheaters „Radu Stanca“ in Sibiu wurde in den Monaten Mai–Juni 2026 ein Theaterstück im Taschenformat mit dem Titel „Der überlistete Wolf“ inszeniert, nach einem Volksmärchen aus Siebenbürgen, das für die jüngsten Zuschauer in deutschsprachigen Kindergärten bestimmt ist.

Aufgrund der Bestimmungen der Notverordnung Nr. 52/2025 hatte das Theater im November 2025 ein deutlich reduziertes Spielprogramm.

In dieser Spielzeit führte das Theater 97 Vorstellungen auf, und die Vorstellungen, Bildungsprojekte und Sonderveranstaltungen verzeichneten insgesamt 12.361 Zuschauer.

Das Deutsche Staatstheater dankt seinem Publikum, seinen Partnern und seinen Mitarbeitenden für ihr Vertrauen und ihre Unterstützung. Es lädt die Zuschauer ein, ihm auch in der nächsten Spielzeit beizustehen, die am 18. September mit der Vorstellung „Sister Act” eröffnet wird.

Das Deutsche Staatstheater Temeswar ist eine öffentliche Einrichtung für Vorstellungen, die vom Rathaus der Stadt Temeswar finanziert wird.